Wer steckt dahinter?

Über mich Seiten sind oftmals leider nur Aneinanderreihungen von Tätigkeiten der Person, die sich selbst beschreibt, damit Ihr Lesenden wisst, wer dahintersteckt. Meistens ist das aber doch recht uninteressant, was jemand vor Druffzig Jahren mal gemacht oder nicht gemacht hat.

Ich schreibe trotzdem mal ein "paar" Zeilen, soll ja auch für Suchmaschinen wichtig sein. Na dann.

 

Teil 1: Glück auf und Moin

Ich bin geboren und aufgewachsen in Bochum. Mittendrin also im oft so falsch zitierten Kohlenpott.

In meiner Kindheit war der Pott noch grau, rußig und Kohlenschlacke tropfte, zäh und furchteinflössend, von den Wäscheleinen in den tristen Hinterhöfen des Ruhrgebiets (was natürlich so nicht stimmt, doch aus dramaturgischen Gründen passt es gerade).

 

Ich würde mich mal als waschechtes Kind des Ruhrgebiets bezeichnen. Kindheit und Jugend wurden tatsächlich vom Pulsschlag aus Stahl begleitet. Diesen hörten wir am Tag und auch in der Nacht, denn das Stahlwerk mit dem damals so unvergleichbaren Rhythmus des Ruhrgebiets, war nicht weit entfernt von unserem damaligen zuhause. Nebenher wurde gepölt (also Fußball gespielt) oder der Schrebergarten unsicher gemacht.

Und um dem typischen Bild vom Ruhrpott noch die Krone aufzusetzen, hatten wir natürlich auch einen Garten und der befand im Schatten eines Förderturms, zwar ohne Zeche, dafür mit einem Museum.

 

Und genau hier befindet sich auch immer noch der Schrebergarten, in dem ich meine Kindheit verbracht habe und vielleicht der Ort ist, der zum Kern der Kulinarischen Handwerker führt. Eine lange Reise bis hierhin.

 

Teil 2: Umwege

Soviel als zum Glück auf, nun erkläre ich das Moin.

 

Seit einigen Jahren wohne ich nun im Norden dieses Landes, in einem Dorf unweit von Hamburg, bereits in Schleswig-Holstein, Land zwischen den Meeren, Urlaubsland, Korn, (Köm) und Küste immer ganz nah.

Jetzt kann man sich fragen, wie kommt der Typ aus dem Ruhrgebiet, der nun auf dem Land lebt auf ein Thema wie Kulinarik und kombiniert das zusätzlich noch mit dem Begriff Handwerk?

 

Eigentlich ist das ganz einfach und hängt mit der Erinnerung an den bereits erwähnten Schrebergarten zusammen.

Denn damals wurde alles, aber wirklich alles, was in unserem Garten wuchs, essbar war und nicht sofort verbraucht werden konnte, in allen möglichen Variationen haltbar und nutzbar gemacht für den späteren Verbrauch.

 

Die Regale in Keller und Vorratsraum waren immer gut gefüllt. Einwecken, Entsaften, Honig schleudern und abfüllen, Marmelade kochen, all das verbinde ich mit diesen Erinnerungen.

 

Ganz früher auch noch mit eigenen Hühnern und Kaninchen. Das volle Selbstversorgerprogramm. Um das zu erleben zahlen genervte IT-Manager heutzutage horrende Abstandssummen, um einen dieser mittlerweile selten frei gewordenen Schrebergärten zu ergattern.

Im Sinne eines Nutzgartens war es damals ein mitunter notwendiger, heute sagt man dazu wohl nachhaltiger Umgang mit Lebensmittel. Und der wird immer wichtiger.

 

Teil 3: Themenreise - Kulinarische Handwerker

Die Ernte und die Verwertung von Gemüse und Obst stand somit schon immer im Mittelpunkt eines Garten- oder Erntejahres, wie es auch heute bei der Herstellung authentischer und regionaler Lebensmittel ebenfalls der Fall ist.

 

Der Bezug zum Produkt und zu dem was darin enthalten ist, wird glücklicherweise immer bedeutender für die Qualität unserer Lebensmittel.

So wurde mit der Zeit aus einem Hobby immer mehr eine Passion für Lebens- und Genussmittel, die ehrlich und authentisch in kleinen Manufakturen hergestellt werden.

 

Diese Produkte, abseits der altbekannten Marken, finden glücklicherweise immer öfter ihre Genießer und Fans.

 

Das hier nun vorliegenden Portal Kulinarische Handwerker – foodmanufakturen und mehr…, ist eine weitere Möglichkeit, um die Aufmerksamkeit auf regionale Produkte zu lenken. Ein Wegweiser durch die Vielzahl toller Produkte von Kulinarischen Handwerkern.

 

So, das soll dann auch reichen, ist nun doch ein wenig mehr geworden.

 

Und denkt daran, lasst es euch immer gut schmecken.

 

Glück auf und Ahoi

Peter

 

Übrigens, unser Schrebergarten befindet sich noch immer in guten Familienhänden.